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Turnerschaft Steinheim 1874 e.V.

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Turnerschaft Steinheim 1874 e.V.

25 Jahre Tennisabteilung

 

Starten wir mit unserem Rückblick im Jahre 1970. Die Turnerschaft konnte endlich ihr eigenes Clubheim an der Darmstädter Strasse eröffnen. Von dort verfolgten viele Steinheimer dann die Bundesligaspiele ihrer erfolgreichen Feldhandballer von der Turnerschaft. Schon Anfang 1971 fasste der Vorstand den Entschluss, das Vereinsgelände durch den Bau von Dusch- und Umkleideräumen für die Handballer aufzuwerten, wie wir heute wissen, dauerte es nochmals 20 Jahre bis diese Pläne von der Tennisabteilung verwirklicht wurden. Mit dem Gewinn der deutschen Feldhandball-Pokalmeisterschaft von 1972 konnte die Turnerschaft ihren größten Erfolg im Handball feiern. Es war die letzte Meisterschaft, die im Feldhandball ausgespielt wurde. Die Zukunft gehörte dem Hallenhandball und damit verwaiste unser Feldhandballplatz an der Von-Eiff-Strasse immer mehr. Pläne einer Fusion zwischen der Turnerschaft und der FC Germania Steinheim belebten den Platz zwar zeitweilig, aber mit dem Scheitern der Fusionsgespräche übernahm die Natur wieder das Vereinsgelände.

Zur gleichen Zeit, mehr als eine Dekade vor den ersten großen Erfolgen von Boris Becker und Steffi Graf, setzte im Tennissport ein regelrechter Boom ein. Tennis wandelte sich vom elitären weißen Sport zum Sport für jedermann. Vor diesem Hintergrund war es fast zwangsläufig, dass die Idee zur Gründung einer Tennisabteilung im Jahre 1976 aufkam. Drei Argumente sprachen für diesen Vorschlag: die bessere Nutzung des Sportplatzes, die Bindung der älteren Handballer an die Turnerschaft durch das Angebot eines neuen attraktiven Sportes und natürlich die Aussicht auf neue Einnahmequellen zum Beispiel durch die Vermietung der Tennisplätze an Vereinsfremde. Also ging man zügig an die Realisierung dieser Idee und ließ sich von einem Architekten die Pläne für eine Tennishalle mit 3 Plätzen und eine Außenanlage mit gleich vielen Plätzen erstellen. Im nächsten Schritt wurden Verhandlungen mit Baufirmen geführt und ein Fertigstellungstermin für die Gesamtanlage zum Oktober/November 1977 zugesagt. Aber schon im Frühjahr 1977 startete eine große Werbeaktion für die neue Tennisabteilung. Die große Resonanz auf diese Aktion ermutigte den Verein am 18. Juni 1977 zu einer Gründungsversammlung für den 30. Juni 1977 einzuladen. Es hatten sich 138 Interessenten gemeldet, also fast die Anzahl von 150 Tennissportlern, die maximal aufgenommen werden sollten. Dieser Zuspruch überraschte doch, denn die Eintracht Steinheim hatte schon 1974 und der SV Steinheim erst gerade im März 1977 ihre Tennisabteilungen gegründet, aber es waren wirklich Boomjahre für den Tennissport.

Warum die Turnerschaft dann 1977 diese Pläne nicht verwirklicht hat, lässt sich heute nicht mehr mit Bestimmtheit sagen. Doch waren durch den Verkauf des hinteren Teiles des Feldhandballplatzes an einen Bauträger diese Pläne dann nicht mehr zu verwirklichen. Den Erlös nutzte der Verein 1978 zur Schuldentilgung und zur Ablösung der Hypotheken auf das Clubheim. Und es blieb noch etwas übrig, um den Weg der Turnerschaft zu gehen und auf dem verbliebenen vorderen Teil des Handballplatzes eine kleinere Tennisanlage mit drei Freiplätzen und einer Duschanlage zu planen. Sicherlich waren einige nicht glücklich über diese "kleine Lösung", aber aus heutiger Sicht bietet unsere kleine Anlage einige Vorteile. Die Kapazitätsgrenze von ca. 150 aktiven Spielern führt zu einem eher familiären Abteilungsleben. Die überschaubare Größe der Abteilung hat uns auch nach dem Ende des Tennisbooms sehr geholfen. Unsere kleine Anlage mit nur drei Tennisplätzen können wir auch ohne hauptamtliche Mitarbeiter pflegen und erhalten. Natürlich sind auch die Lage mitten in Groß-Steinheim und unser sehr gut geführtes Clubheim Pluspunkte, die uns immer wieder neue Mitglieder zuführen und das gesellschaftliche Leben in der Abteilung und im Verein fördern. Da viele ehemalige Handballer heute auch in der Tennisabteilung aktiv sind, ist das gute Miteinander der drei gleichgroßen Abteilungen heute Programm und Stärke der Turnerschaft Steinheim.

Die Plätze waren schon in Arbeit, als endlich im zweiten Anlauf am 18. Juni 1979 die Gründungsversammlung der Tennisabteilung stattfand. Eingeladen hatte das Präsidium unter Ottmar Sattler (Präsident), Wolf Voigt (Vizepräsident), Karl Winstel (Vizepräsident und Beauftragter für den Aufbau der Tennisabteilung), Georg Braun (Schatzmeister) und Gabi Zeiß (Schriftführerin). 35 Tennisinteressierte folgten der Einladung ins Clubheim und traten spontan in die neu gegründete Abteilung ein. Aus ihrer Mitte wählten sie den ersten Abteilungsvorstand, bestehend aus

Lothar Müller (Abteilungsleiter)

Horst Skwierawski (Kassierer)

Rudolf Negele (Sportwart)

Rolf Siekmann (Schriftführer und Pressewart)

Die erste Aufgabe des Gründungsvorstandes war die Vorbereitung der Eröffnungsfeier der Tennisplätze am 29. Juli 1979. Mit markigen Sprüchen "Tennis - Fast schon ein Volkssport" oder "Tennis für jedermann - spielbar von 7 bis 70" und einem attraktiven Programm (Tennisspiele, Freibier, Spanferkelessen und Verlosung) lockten sie viele Steinheimer auf die neue Tennisanlage. Im Beisein von Vertretern anderer Vereine eröffnete Sozialdezernent Oskar Ott die drei Tennisplätze und übergab sie dem Präsidenten der Turnerschaft Ottmar Sattler. Die Plätze wurden - Zitat Einladung - "nach neuesten technischen Erkenntnissen auf wasserdurchlässiger Kunststoffbasis erstellt - eine ideale Vorraussetzung für den ganzjährigen Spielbetrieb". Wir wissen heute, dass die Spieler sehr schnell ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Belag gesammelt haben. Er war anstrengend für die Sehnen und Bänder der Tennisspieler und zur Allwettertauglichkeit ein Zitat aus dem Vorstandsprotokoll vom 11. Dezember 1982: "die Netze (bis auf 1) an der Tennisanlage sind über den Winter abzuhängen. Es soll ferner darauf geachtet werden, dass das älteste Netz während des Winters hängenbleibt, um die neueren Netze für die kommende Freiluftsaison zu schonen. Damit ist auch dem Motto von den Allwetterplätzen Genüge getan, und jedes Mitglied kann auch - nach Bedarf und Laune - im frühlingshaften Winter im leichten Dress seinem weißen Sport frönen".

Am 7. September 1979 fand die erste Jahreshauptversammlung statt. Der Gründungsvorstand wurde bestätigt und der erste Jugendwart, Jürgen Winstel, gewählt (Photo oben S.37 Krätscher 120 Jahre bzw. S. 80 Krätscher 125 Jahre zeigt ersten Vorstand). In dieser ersten Versammlung standen natürlich die zukünftigen Aufgaben und damit eng verbunden die Finanzen der jungen Abteilung im Mittelpunkt.

Was wollte die junge Abteilung mehr? Sie hatte drei neue Tennisplätze und verzeichnete einen steten Mitgliederzuwachs. Aber damit gab sich der erste Vorstand nicht zufrieden, er wollte die Abteilung zum Leben erwecken und nicht einer unpersönlichen Tennisabteilung vorstehen. Mit viel Kreativität wurde ein Veranstaltungsprogramm für das Jahr 1980 aus dem Boden gestampft, das mit seinen wesentlichen Elementen heute unverzichtbarer Bestandteil des Jahresrhythmus der Tennisabteilung, ja der ganzen Turnerschaft, ist. Folgende Ankündigung wurde am 6. März 1980 unter der Überschrift "Tennis-Einladung der Turnerschaft" in der Offenbach Post abgedruckt und zeigt die Aktivitäten der jungen Abteilung: " ÂÂ… Aber auch der unterhaltsame Teil kommt im Jahre 1980 nicht zu kurz - Start mit dem Frühlingsfest am 22.3.80. Es folgen Wandertag mit Grillfest (1.5.80), Vereinsmeisterschaften (24./25.5.80), Mini-Olympiade (21.6.80), Schleifchen Turnier (13.9.80), Tennisball (26.10.80). ÂÂ… "

Neben diesen jährlichen Veranstaltungen wurde schon im Winter 1979/1980 der Donnerstagstreff im Clubheim ins Leben gerufen. Dieser Stammtisch sollte die inaktivere Winterzeit in der Tennisabteilung überbrücken, war aber auch bald Treffpunkt der Handballer und anderer Sportgruppen der Turnerschaft. Der Treff wurde wichtige Informationsbörse im Verein und so blieb es nicht aus, dass auch viele Vorstandsmitglieder gerne in der Nähe dieses Stammtisches gesehen werden.

Der heutige Jahresablauf der Tennisabteilung hat seinen Ursprung im Jahre 1983. Mit dem ersten Start von Mannschaften (Damen, Herren und Jugend) in der Medenrunde konnten nur noch die spielfreien Wochenenden bis zu den Sommerferien für unsere Veranstaltungen genutzt werden. Nach der Eröffnung der Freiluftsaison ist das Schleifchenturnier an Pfingsten (dieses Jahr am 29. + 30. Mai) die erste Veranstaltung im Jahr. Es schließt sich dann an Fronleichnam das Jugendcamp mit Zeltlager auf unserer Anlage an. Nach den Sommerferien werden schon traditionell an einem der ersten Septemberwochenenden Meisterschaften ausgetragen. In den letzten Jahren waren das die Mixed-Meisterschaften, an denen die Tennisabteilung wie beim Schleifchenturnier ihre Mitglieder und Gäste im Gartenlokal auf der Terrasse bewirtet.

Das Ende der Freiluftsaison feiert die Tennisabteilung Ende Oktober mit ihrem Abschlussball. Dieser Ball ist gesellschaftlicher Höhepunkt im Jahresablauf der Tennisabteilung. Im Mittelpunkt des offiziellen Teils stehen die Ehrungen der Sieger der Vereinsmeisterschaften des vergangenen Jahres. Auch die Arbeit vieler Mitglieder, ob sie als Platzwart für optimale Spielbedingungen sorgen oder im Vergnügungsausschuss unsere Feste vorbereiten oder an anderer Stelle unsere Abteilung unterstützen, wird in diesem schönen Rahmen gewürdigt. Gestärkt mit kulinarischen Leckereien von unserem Büffet kann dann bei heißen Rhythmen bis in die Nacht getanzt werden.

Leider geht auch der schönste Ball einmal vorüber und es stehen die Aufräumarbeiten an. Aber auch bei diesen notwendigen Arbeiten verlieren die "Tennisser" nicht ihre gute Laune und ihre Kreativität für gesellige Veranstaltungen. So kam es auch, dass bei den Aufräumarbeiten am 26. Oktober 1986 in den Gasträumen der Sporthalle von Klein-Auheim die 36 anwesenden Mitglieder der Tennisabteilung die Wandergruppe der Turnerschaft gründeten. Mit Gründungsprotokoll und Segen des Vereinspräsidenten, der vom Abteilungsleiter Lothar Müller dazu gebeten wurde, formierte sich die Wandergruppe um ihren Oberwanderer Dieter Kohlhepp. In den folgenden 15 Jahren führten Dieter Kohlhepp und seine Frau Wilhelmine die Wanderer der Turnerschaft in den Wintermonaten durch die heimischen Gefilde, in den Spessart und in den Odenwald. Die 5 bis 6 Wanderungen von November bis März hatten einen regen Zuspruch, vielleicht weil die Mischung aus Wandern und geselligem Beisammensein stimmte. Unvergessen für die Wanderer die Eröffnungswanderungen nach Michelbach, wo die Wandergruppe von ihrer Hauskapelle, bestehend aus dem 1998 verstorbenen Helmut Simon und unserem Mitglied Gerald Schmiedl, erwartet wurde. In etwas kleinerem Kreis erkundet die Wandergruppe auch heute noch unsere Wälder. Sie kündigt ihre Wanderungen in der örtlichen Presse, im Schaukasten und/oder im Krätscher an.

Die Aufbauphase der Tennisabteilung unter ihrem Abteilungsleiter Lothar Müller endete im Jahr 1987. In diesen ersten Jahren hat sich das Abteilungsleben, wie wir es heute schätzen, entwickelt. Zurückstellen musste der Vorstand viele notwendige Baumaßnahmen: neuer Tennisplatzbelag, Dusch- und Umkleideräume, Gartengestaltung um die Tennisplätze und einiges mehr, während er schon 1983 die Zuschauertribünen errichten konnte. Diese Vorhaben waren teilweise schon weit vorangetrieben mit Bauplänen und Bauvoranfragen, doch erlaubten die finanzielle Situation und die Entscheidungsstrukturen der Turnerschaft keine Realisierung dieser Pläne. Sicherlich war es auch nicht hilfreich, dass der erste Tennisboom abebbte und die Mitgliederzahlen in der Tennisabteilung auf 135 Mitglieder bis Ende 1983 sanken.

Nach den Turbulenzen im Jahr 1987 stellte sich der Gesamtverein neu auf und auch in der Tennisabteilung wurde mit Karl-Heinz Engelstädter ein neuer Abteilungsleiter auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gewählt. Aus dem alten Vorstand arbeitete Richard Kasten weiter im Amt des Sportwartes, dieses Amt übernahm er 1981 und füllte es ideenreich 18 Jahre lang aus. Diesem Vorstand gehörten außerdem Manfred Nietsch (Kassierer), Renate Schmitt (Pressewart) und Helmut Wagner (Jugendwart) an. Alle drei arbeiten bis heute aktiv für die Tennisabteilung und die Turnerschaft, sie sind ein Teil der Turnerschaft. Die Schriftführerin war in diesem Vorstand Brigitte Wohlfahrt.

Mit dem neuen Vorstand setzte eine Art "Gründerzeit" der Tennisabteilung ein. Motiviert durch den einsetzenden zweiten Tennisboom in Deutschland (Boris Becker gewinnt 1985 Wimbledon, Steffi Graf) sollten die offenen Bauvorhaben verwirklicht werden. Denn es war das Ziel des neuen Abteilungsleiters das Image der Abteilung nach innen und außen besser darzustellen. Ein gute Basis für die Verwirklichung der Ziele war die neue Struktur der Turnerschaft, die den einzelnen Abteilungen mehr Freiraum gab und ihnen auch eine finanzielle Ausstattung zusicherte, um diesen Freiraum auszufüllen.

Das teuerste Projekt nahm man gleich im ersten Jahr in Angriff. Die drei Tennisplätze wurden mit einem Euro-Ten Belag neu hergerichtet und die notwendigen Wasserleitungen zur Beregnung verlegt. Bei der Eröffnung dieser Plätze im Jahre 1988 zählte unsere Abteilung 157 Mitglieder. Diese Zahl erhöhte sich dann in einem Jahr auf 195 Mitglieder (173 Aktive). Um allen Aktiven ausreichend Spielmöglichkeiten zu geben, wurde die Zahl der Aktiven auf 175 begrenzt. Neuinteressenten mussten bis 1992 erst auf eine Warteliste.

Für die weiteren Baumaßnahmen waren die neuen Mitglieder natürlich auch willkommen, denn schon 1989 wurde das Clubheim umgebaut und die inneren Werte geschaffen, die das Lokal heute so attraktiv für die Turnerschaft und die Steinheimer macht. Die Umsetzung der Renovierungspläne wurde durch Auflagen der Stadt beschleunigt, die nur noch eine begrenzte Zeit die alten Toilettenanlagen duldeten. Auch nach dieser großen Anstrengung gönnte sich die Tennisabteilung keine Pause und begann im Herbst den Bau der Dusch- und Umkleideräume. Schon in der Saison 1991 wurden die Duschen eröffnet. Vielleicht ist nach dem Duschen der Blick klarer, jedenfalls erkannte man die vergängliche Schönheit der "Ottmar Sattler Halle". Flugs verkleideten einige handwerklich geschickte Mitglieder die metallen Stützkonstruktionen und schufen ein gemütliches Gartenrestaurant, wie wir es heute kennen. Auch bei diesem Projekt hatte die Tennisabteilung einen maßgeblichen Anteil.

Das Gartenrestaurant lädt nun zum Verweilen ein und nach einem Tennismatch schmeckt ein Bier auf der Terrasse besonders gut. Aber auf was blickte man 1991 herab, auf drei Tennisplätze eingerahmt teilweise noch von Schotterpisten und Wildwiesen. Nein, es war kein schöner Anblick, da waren sich die Vorsitzenden der Turnerschaft (J. Beer) und der Tennisabteilung (K-H. Engelstädter) einig. Noch im Jahr 1991 wurden die Außenanlagen um die Tennisplätze neu angelegt, es entstanden die Wiese zwischen Treppe und Tennisplätzen, die Zufahrt, die Parkplätze und Einzäunungen. Der Bau des Blockhauses im Jahr 1992 vollendete das Gesamtbild der Tennisanlage, wie wir es heute sehen.

Die intensive Bauphase der "Gründerzeit" war abgeschlossen und K.-H. Engelstädter überreichte die Abteilungsleitung 1993 an Erwin Sandrock. In seinem Rückblick auf seine Amtszeit zählte damals K.-H. Engelstädter nicht nur die Bauvorhaben auf. Ein weiterer Schwerpunkt war in dieser Zeit die Jugendarbeit. 1990 war eine ähnliche Situation wie heute, in der Abteilung spielten 40 Jugendliche und es konnten zwei Jugendmannschaften gemeldet werden. Natürlich wurde zuallererst Tennis gespielt, aber auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz. Und an manches Zeltlager mit ihrem Jugendleiter Helmut Wagner erinnern sich die Teilnehmer noch heute.

Sollte jemand jetzt glauben, das alles getan war, der irrt. Natürlich standen nach dem Abschluss der Arbeiten die Aktivitäten auf und um die Tennisplätze wieder mehr im Vordergrund. Und um das zu unterstreichen, siegten die Damen-Jungseniorinnen 1993 in der Medenrunde und erreichten den Aufstieg in die Bezirksklasse A. Im gleichen Jahr trafen sich die Herren zum Zelten in Dittigheim. Sicherlich schimpfte man am Lagerfeuer über unsere Tennisplätze, die leider nach stärkerem Regen eher zum Wasserball taugten oder amüsierte sich über die Wasserschlachten unseres Platzwartes Helmut Wagner beim letztjährigen Schleifchenturnier. Bei diesem Turnier kämpfte Helmut erfolgreich mit einem alten Teppich und Schneeschieber gegen die Wassermassen, die ein Wolkenbruch auf unseren Plätzen hinterlassen hat.

Einiges Bemerkenswertes lässt sich von 1995 berichten. In diesem Jahr schaffte unsere Herrren-Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse A. Ein besonderes Kunststück gelang Hannelore Wagner, sie gewann zum 10. Mal in Folge den Einzeltitel der Damen. Ihr Ehemann Helmut Wagner führte Hans Fischer als neuen Platzwart der Turnerschaft ein. Hatte ein Tennisspieler früher 10 Stunden Arbeitsdienst zu leisten, war diese Anzahl für die Herren nun auf 6 Stunden reduziert. Überraschenderweise reichten diese Stunden für den Aufbau des Geräteschuppens hinter der Blockhütte, eine große Leistung, wenn man die beigefügte Bauanleitung liest: "Beachten Sie bitte, dass zum Befestigen der Deckenwinsche mit Übernocke zuerst die Grundwinsche mit den Drillenschnaffen versehen werden muß, damit die Hinterwinsche beim Verflusen der Querschmacken nicht seitlich gegen die Winschennocke stößt. Â…"

Auf der Mitgliederversammlung 1997 wurde der bisherige kommissarische Abteilungsleiter Markus Werner bestätigt. Ihm zur Seite standen Manfred Nietsch (Kassierer), Richard Kasten bis 1999 und Michael Engelstädter (Sportwart), Andrea Kropac und Gerda Henkel bis 1999 und Melanie Hummel und Sven Hofmann (Jugendwarte), Isolde Seemann (Schriftführerin) und Renate Schmitt (Pressewart). Dem aktuellen Vorstand gehören seit 2003 Markus Werner und Sven Hofmann nicht mehr an, die Abteilungsleitung hat Dr. Roger Velten übernommen, Pia Dürschmied ist jetzt unser zweiter Jugendwart und Jörg Gutekunst unterstützt als zweiter Sportwart Michael Engelstädter.

Zum Abschluss dieser kleinen Chronik der Tennisabteilung nun der dritte Akt über unsere Tennisplätze. Es wurde viel gerätselt, warum sich unsere Euro-Ten Plätze nach starkem Regen in eine Seenlandschaft verwandeln, die Drainage sei verstopft, die Rohrquerschnitte zu klein usw. Die Lösung wusste schließlich Helmut Wagner, es gab keine Drainage. Die ersten Allwetterplätze brauchten keine und bei dem Euro-Ten Belag wurde sie einfach vergessen. Dieses Problem musste behoben werden. Im Herbst 2001 ging man die Sache an und verlegte fachgerecht Drainagen in Gräben. In dieser Zeit sahen unsere Plätze eher nach einem Grabungsfeld aus, aber nach dem Auftragen des Ziegelmehlbelags konnten die Plätze am 5. Mai 2002 offiziell eröffnet werden. Der Aufwand hat sich gelohnt, selbst nach starkem Regen sind die Plätze wieder schnell bespielbar. Und dass dies so bleibt, darauf achtet auch unser "neuer" Platzwart Helmut Wagner, der im letzten Jahr dieses Amt wieder von Hans Fischer übernommen hat. Hans Fischer musste leider aus beruflichen Gründen aufhören. Bei beiden möchte ich mich im Namen der Tennisabteilung für ihren Einsatz und für ihre Arbeit, die sie die ganzen Jahre auf unserer Anlage geleistet haben, bedanken. Der Dank der Tennisabteilung gilt allen, die durch ihre Arbeit im Vergnügungsausschuss, bei der Vorbereitung von Festen, im Vorstand oder bei Arbeitseinsätzen die Tennisabteilung und die Turnerschaft unterstützt haben.

"Tennis für jedermann - spielbar von 7 bis 70" war einer der Leitsätze bei der Gründung unserer Tennisabteilung 1979. Unser ältester Aktiver vollendet dieses Jahr sein 73. Lebensjahr, unsere Jüngsten lernen den Tennisschläger vor dem Füller kennen. Doch sind dies keine Ausnahmen, in allen Altersdekaden haben wir zwischen 20 und 48 Tennismitglieder bzw. zwischen 11 und 42 Aktive. Unsere Tennisabteilung ist attraktiv, die Mitgliederzahl ist im letzten Jahr entgegen den allgemeinen Trend im Tennis leicht auf 233 Mitgliedern gestiegen. Viele sind auch noch Mitglied in anderen Abteilungen der Turnerschaft und haben früher Handball gespielt. Ja, und genau so wollte es das Präsidium vor 30 Jahren. Die Errichtung der Tennisanlage ist eine Erfolgsstory für die Turnerschaft, Dank an jene, die diese Weitsicht hatten.­